Umsorgt Abschied nehmen im Hospiz Mon Soleil

Im Berner Länggassquartier entsteht im heutigen Alters- und Pflegheim Mon Soleil ein Hospiz. Dort können kranke Menschen am Ende ihres Lebens würdevoll Abschied nehmen, getragen von einem sorgenden Umfeld. Hinter dem Projekt steht die Stiftung Mon Soleil. Die Eröffnung des Hospiz ist im Lauf des Jahres 2026 geplant. Initiiert hat das Projekt der Verein Hospiz Bern, in dem die Stiftung Mon Soleil, die SPITEX BERN, die Lindenhofgruppe und Domicil Bern zusammenarbeiten.

Das Hospiz Mon Soleil

In der Schweiz gibt es erst wenige Hospize, im Kanton Bern noch keines. Das soll sich ändern. Die Stiftung Mon Soleil will das gleichnamige Alters- und Pflegeheim an der Zähringerstrasse 3 zum Hospiz umbauen. Nach der letzten Sanierung im 1984 ist dessen umfassende Renovation nötig, die für eine Neuausrichtung als Hospiz genutzt wird. Damit will das Mon Soleil eine Versorgungslücke schliessen:

Schwer kranke Menschen am Ende ihres Lebens können würdevoll Abschied nehmen, getragen von einem sorgenden Umfeld.

Mon Soleil arbeitet mit der palliativen Abteilung der Lindenhofgruppe und dem Mobilen Palliativdienst der Stadt Bern zusammen.

Mon Soleil steht allen Menschen offen – unabhängig ihres Glaubens, ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft.

Mon Soleil wird 10 Zimmer umfassen.

Ziel ist, möglichst viele der heute 23 Mitarbeitenden des Alters- und Pflegeheims im Hospiz weiter zu beschäftigen. Deshalb werden Umschulungen unterstützt.

Wir bauen um

Der Umbau beginnt nicht vor Ende 2024. Spätestens dann werden die jetzigen Bewohnerinnen und Bewohner des Alters- und Pflegeheims ein neues Zuhause haben. Dafür nimmt sich die Stiftung Mon Soleil viel Zeit, damit für alle eine gute Lösung gefunden wird.

Das Architekturbüro Camponovo Baumgartner leitet den Umbau. Die eigentlichen Bauarbeiten sind für das Jahr 2025 geplant, so dass im Laufe des 2026 der Hospizbetrieb aufgenommen werden kann.

Was ist ein Hospiz?

Ein Hospiz ist ein Ort, wo Menschen würdevoll und getragen von einem sorgenden Umfeld Abschied nehmen zu können. Menschen, die an einer fortgeschrittenen Krankheit leiden, die bald zum Tod führt, benötigen oft keine Versorgung in einem Akutspital. Die intensive Pflege erlaubt es aber meist auch nicht, dass sie zu Hause sterben können. Betroffen sind ältere Menschen, aber auch Menschen im Erwerbsalter.

Ein Hospiz ist ein idealer Ort auf dem Abschiedweg. Als kleine stationäre Einrichtung vereint das Hospiz Palliativversorgung und Sterbebegleitung. Die häusliche und persönliche Atmosphäre erlaubt es, eine möglichst hohe Lebensqualität zu erhalten. Die Sterbenden und ihre Angehörigen fühlen sich sicher und geborgen, die Mitarbeitenden können auf deren Bedürfnisse eingehen.

Das Hospiz ist eine wichtige Säule in der integrierten Palliative Care. Es schliesst die Lücke zwischen der spezialisierten Palliative Care in Akutspitälern und derjenigen in Langzeitinstitutionen.

Lückenhafte Finanzierung von Hospizen

Hauptgrund für die erst wenigen Hospize in der Schweiz ist die lückenhafte Finanzierung. Die Krankenkassen gelten das Wohnen und die Verpflegung sowie gewisse Kosten für Pflege und Betreuung heute nicht vollständig ab. Dies obwohl der Aufenthalt in einem Hospiz in den meisten Fällen günstiger ist als im Spital.

Unbestritten ist, dass Bund und Kantone eine angemessene Lösung für eine angemessene Abgeltung von Hospizen leisten sollen. Die Pflege und Begleitung am Lebensende gehört zur Grundversorgung.

Der Bundesrat lässt derzeit das Bundesamt für Gesundheit klären, wie Leistungen in Hospizstrukturen angemessen vergütet werden können. Resultate sollten in den nächsten Jahren vorliegen. Der Grosse Rat des Kantons Bern hat zwei Motionen überwiesen, die den Regierungsrat auffordern, Pilotprojekte von Hospizen zu ermöglichen.

Wer wir sind

Präsidiert wird der Stiftungsrat von Regula Mader, Vizepräsidentin ist Elsbeth Wandeler. Dem Stiftungsrat gehören zudem an: Marianne von Niederhäusern, Michael Rom, Nick Pfeuti. Die Leiterin des Altersheims Mon Soleil, Sibylla Wetli, nimmt beratend an den Sitzungen teil.

So können Sie uns helfen

Sie können uns mit Spenden und Mitarbeit für das Projekt der Stiftung Mon Soleil unterstützen.

Spenden:

Postfinance: CH09 0900 0000 1621 7797 0